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Wie Sie wissen, gilt seit dem 1. August 2006 die neue Rechtschreibung. Ich habe die aktuellen Rechtschreibwerke von Wahrig und Duden eingesehen. Welchem Sie dem Vorzug geben, ist Ansichtssache. Beide weichen jedoch voneinander ab und sind in sich nicht stimmig. Das Besondere an der 24. Auflage des Dudens sind die „Duden-Empfehlungen“. In allen Fällen, in denen die neue Rechtschreibung für ein Wort mehrere Alternativen anerkennt, gibt es eine Empfehlung, die gelb hinterlegt ist.
Bevor ich jedoch die Empfehlungen des Dudens übernehme, entscheide ich mich für meine persönlichen Schreibweisen. Schlage ich dann nach, stimmen meine Ergebnisse zwischen 80 und 100 % mit den Empfehlungen überein. Natürlich kostet diese Verfahrensweise etwas Zeit; doch ich will ein mündiger Schreiber sein und lege Wert auf Verständlichkeit, Logik und Sprachgefühl. Als Nebeneffekt bei meiner Recherche sind mir gleich neu aufgenommene Wortkreationen - wie z. B. „USB-Stick“ - aufgefallen. Statt nachzuschlagen kann man auch die Rechtschreibprüfungen für den PC verwenden. Microsofts stellt auf seiner Homepage ein Update bereit, welches das Programmpaket „Office“ um die neue Rechtschreibung ergänzt. Dieses gibt es jedoch nur für die Pakete Office-2003 oder -XP; ältere Versionen wie z. B. das häufig verwendete Office-2000 werden leider nicht unterstützt.
Link: http://support.microsoft.com/kb/923348/DE-DE/
Wer höhere Ansprüche hat, kann auch die angebotenen Zusatzprogramme (wie z. B. „Duden Korrektur plus“ für ca. 50 Euro) einsetzen. Der volle Leistungsumfang wird hier jedoch nur erreicht , wenn mit den Betriebssystemen Office 2000 oder XP gearbeitet wird.
Eine korrekte Schreibweise ist ein Kulturgut. Jeder von uns sollte trotz des Wirrwarrs der letzten Zeit weiterhin Wert darauf legen, eine gewissenhafte Rechtschreibung sowohl als Bildungsnachweis als auch als Basis eines beruflichen Erfolges zu nutzen.
Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wenn ich Informationen wie z. B. E-Mails oder den Meinungsaustausch im Internet lese wie großzügig mit der deutschen Sprache umgegangen wird. Ich erkenne daraus die Meinung: Ist doch egal wie und was ich schreibe, Hauptsache ich werde verstanden.
Dass die richtige Anwendung der Wörter sehr lebendig sein kann und noch dazu viel Spaß bereitet, zeigt Bastian Sick in seinem Buch „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“. Ich habe es gelesen und konnte dabei häufig schmunzeln. Vieles, was in dem Buch beschrieben ist gehört zur Umgangssprache und wird angewandt, ohne lange zu überlegen. Wird das Beispiel jedoch genauer unter die Lupe genommen, erkenne ich die logische sprachliche Bedeutung. Das zweite Buch mit dem gleichen Titel und zusätzlich der „2“ ist ebenfalls lesenswert und gibt reichlich Stoff zum Nachdenken. Eine kleine Kostprobe finden Sie unter Spiegel-Online:http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/